Impfungen und Gesundheit

Beim Thema Impfungen gehen die Meinungen der Tierärzte, Vereine und Hersteller der Impfstoffe wirklich auseinander.
Wir haben für uns und unsere Tiere entschieden die wichtigen und notwendigen Impfungen durchzuführen. Denn garnicht zu impfen ist genauso gefährlich wie zuviel zu impfen.

Unsere Katzen bekommen folgende Impfungen in folgendem Rythmus

Impfschema

Impfung 1. Impfung Grundimmunisierung 2. Impfung Grundimmunisierung Wiederholung
Katzenseuche/Katzenschnupfen
8.Woche
ca. 12 Woche
jährlich
Tollwut
ab 3.Monat
-
alle 3-4 Jahre
FeLV
ab. 16. Woche
nach 3-4 Wochen
jährlich

Katzenschnupfen

Meistens durch Calici- und Herpesviren verursacht ( ggf. auch andere Viren und deren Mischformen )

Übertragung
gefährlich hier ist die indirekte Ansteckung durch z.B. Schuhe oder Kleidung ( daher auch relevant für Wohnungskatzen ) Sehr häufig jedoch durch gesund aussehende fremde Katzen die den Virus tragen.

Symptome
als erstes Zeichen meistens vermehrtes niessen, klarer ( später eitriger ) Tränenausfluss. Desweiteren kommen als Anzeichen Verweigerung von Futter und andere Entzündungen hinzu kommen.

Impfung / Therapie
Grundimmunisierung mit 8 und 12 Wochen, dann jährliche Impfung

Leukose oder Feline Leukämie-Virus (FeLV)
Verursacher ist ein Retrovirus. Wichtig zu wissen ist bei dieser Krankheit, dass zwischen der Infektion und dem Ausbruch eine lange Zeit ( Monate ) liegen können.

Übertragung
i.d.R. durch andere Leukose-positve Katzen.

Symptome
Die Krankheit ist schwierig zu erkennen. Regelmäßige Untersuchungen beim Tierarzt und die regelmäßige Erstellung von Blutbildern helfen.

Therapie
Hier zählt die Stärke des Immunsystems der Katze…

Vorbeugung
Bluttest FIV/Leukose
Impfung

FIV (Feline Immundefizienz-Virus/Katzenaids )
Der Virus zerstört die Immunzellen ( ähnlich wie beim Menschen ) der Katze und somit haben andere Viren, Bakterien oder Parasiten freie Hand und es können sich alle möglichen Krankheiten entwickeln.

Übertragung
I.d.R. durch Bisse einer infizierten Katze

Symptome
Da hier eine Abwehrschwäche vorliegt, heisst es die Katze zu beobachten. Die Symptome können weitgreifend sein. Gewichtsabnahme und/oder Fieber sind immer ein Alarmsignal den Tierarzt aufzusuchen.

Therapie
Eine Heilung ist hier nicht möglich. Es gibt die Möglichkeit von Therapien zur Stärkung des Immunssystems.

Vorbeugung
FIV/Leukose Bluttest der Katze. Einen Impfstoff gibt es leider nicht.

FIP (Feline Infektiöse Peritonitis – Corona Virus )
Die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) ist eine durch das Feline Coronavirus ausgelöste Infektionskrankheit, die ausschließlich Katzen befällt. Der Name leitet sich von einer Bauchfellentzündung (Peritonitis) ab. Allerdings kann auch lediglich das Brustfell betroffen sein, weshalb selten auch der Name Feline Infektiöse Polyserositis verwendet wird. Die Krankheit endet in aller Regel tödlich.

Übertragung
Die Inkubationszeit beträgt vermutlich bis zu vier Monaten. Bereits am zweiten Tag nach der Infektion scheiden die Tiere das Virus über Kot, Nasensekret und Speichel aus. Die Übertragung des zunächst ungefährlichen Virus erfolgt vor allem durch Kontakt mit infiziertem Kot oder über verunreinigte Gegenstände. Auch eine Maul-zu-Maul- oder Maul-zu-Nase-Übertragung ist möglich. Überdies können Menschen das Virus transportieren und auf die Katze übertragen.

Anzeichen
Eine FIP beginnt normalerweise mit Futterverweigerung und Fieber. Die weiteren Symptome sind von der Form der Ausprägung abhängig, wobei fließende Übergänge zwischen der trocknen und feuchten Form möglich ist.

„Feuchte Form”

Die klassische „feuchte Form“ äußert sich in Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle (Bauchwassersucht, Ascites) und/oder Brusthöhle (Pleuraerguss).

„Trockene Form“

Die „trockene Form“ äußert sich in knotigen Veränderungen, vor allem im Bauchraum. Auch das Gehirn, die Augen, die Organe der Brusthöhle oder lediglich die Haut können betroffen sein.

Therapie
Eine FIP führt unweigerlich binnen weniger Wochen zum Tod, da es noch keine Behandlungsmöglichkeit gibt. Lediglich eine symptomatische Therapie ist möglich.

Vorbeugung
Es gibt einen Impfstoff. Allerdings wird hier kontrovers diskutiert.

Tollwut
Tollwut wird durch den Speichel ein infizierten Tieres übertragen. Auslöser ist hier ein Rhabdovirus der das zentrale Nervensystem angreift.

Anzeichen
Häufig zieht sich eine erkrankte Katze zurück, zeigt abnormales Verhalten wie ständiges miauen, Raserei und reagiert aggressiv auf Reizungen. Im Endstadium kommt es zu Lähmungen und Krämpfen die zuletzlich zum Tode führen.

Therapie
Diese Krankheit ist nicht heilbar.

Vorbeugung
Impfung

HCM / PKD

Als letztes Thema möchte ich auf unserer Seite kurz noch die beiden Themen HCM / PKD anschneiden:

HCM ( Hypertrophe Kardiomyopathie)

HCM ist eine Verdickung des Herzmuskels. Wir lassen unsere Tiere im entsprechenden Alter mittels eines Herzultraschall testen. Eine genauere Erläuterung zu diesem Thema finden Sie unter:

http://www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/hypertrophe-kardiomyopathie.html

PKD ( Polyzystische Nierenerkrankung )

Diese Erkrankung betrifft die Nieren und ist eine autosomal-dominat vererbte Krankheit. Die bedeutet, dass wenn nur ein Elternteil Träger dieser Krankheit ist, können statistisch die Hälfte der Nachkommen ebenfalls an PKD erkranken.

Eine Ausführliche Erläuterung finden Sie unter:

http://de.wikipedia.org/wiki/PKD_der_Katze

Wir haben auf unserer Seite einen kleinen Einblick geschaffen auf was man alles achten sollte, wenn man ein Tier im Haushalt hat. Es gibt natürlich noch diverse andere wichtige Punkte die zu beachten sind. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle einfach ein paar Informationen zum belesen an die Hand geben:

http://www.katzeninfo.com/index.html ( Ausführliche Erläuterungen zum Thema Krankheiten )
http://www.laboklin.de/pages/php/news.php?lang=de ( Labor für klinische Diagnostik )
http://www.tierklinik-kotzian.de/ ( unsere Tierklinik )

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